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Neuwahlen standen diesmal nicht auf dem Programm, dennoch fand die Jahres-Mitgliederversammlung des FC Straberg auch 2026 wieder eine große Resonanz. Unter 69 Anwesenden waren in großer Zahl die Fußballer vertreten, die unmittelbar nach dem im Aufstiegsrennen wichtigen 3:1-Sieg der „Zweiten“ gegen den FC Zons II verständlicherweise in Feierlaune kamen. Aber auch viele „Rot-Weiße“ aus allen Abteilungen des aktuell 1.068 Mitglieder zählenden „Fußball-Clubs“ von 1968 trafen sich zum Happening im Clubheim, um verdiente Ehrenamtler zu würdigen. Und um Neues zu erfahren vom Vereinsvorstand, an dessen Spitze nach der 2025 erfolgten Wiederwahl noch bis 2028 Frank Hofer (Vorsitzender), Berthold Mertes (Geschäftsführer) und Christian Ehlert (Schatzmeister) stehen.
Wichtigste Neuerung ist das Kinder- und Jugendschutzkonzepts, das Fußball-Jugendleiter Wolfgang Narozny erläuterte. Kernbestandteil sei es, „eine Kultur des Hinsehens zu etablieren“, so Narozny, der intensiv an dem Konzept mitgearbeitet hat. Die Federführung bei der Erarbeitung lag in den Händen von Breitensport-Abteilungsleiter Harald Euwens. In dessen Bericht, den Narozny vortrug, ist als Ziel klar formuliert: „Unser Verein muss ein sicherer Ort sein, an dem sich Kinder, Jugendliche uns auch Erwachsene ohne Sorgen sportlich und persönlich entwickeln können. Schutz vor Gewalt – egal welcher Form – ist kein optionales Extra, sondern die Basis unserer Arbeit.“
Basics in der Umsetzung des Straberger Kinder- und Jugendschutzkonzepts sind klare Regeln und Verbindlichkeit. Konkret wird ab sofort für alle im Verein tätigen Personen die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses zum Standard. Als Ansprechpartnerin hat sich Vereinsmitglied Sophie Werneburg bereiterklärt. Jede Kontaktaufnahme mit ihr wird absolut vertraulich behandelt und ist auch in anonymer Form möglich. Das Schutzkonzept ist über die Vereins-Hompage hier abrufbar.
Ehrungen verdienter Mitglieder sind traditionell ein wichtiger und viel beachteter Programmpunkt jeder Versammlung im schnuckeligen Walddorfstadion des „kleinen FC“, der sich, wie Geschäftsführer Berthold Mertes meinte, „auf der Höhe der Zeit“ befindet: „Traditionsbewusst, transparent und tolerant, einfach offen für alle.“ Mit florierenden Angeboten für jung und alt, den Veranstaltungs-Highlights Crosslauf (als Teil des NRW-Crosscups mit zuletzt 365 Finishern) und Drittelmarathon (521 Aktive im Ziel) – und den aktuell stärksten Fußballern der Vereinsgeschichte: Die „Erste“ schaffte 2025 unter Trainer Wolle Rieger als Aufsteiger in der Kreisliga A frühzeitig den Klassenerhalt und rangiert auch in der laufenden Saison im gesicherten Mittelfeld. Der „Zweiten“ gelang der Restart in der Kreisliga C mit einer ganz starken Entwicklung, seit „Coach Knorpel“ Max Neuen übernommen hat. Seine Elf steuert derzeit sogar Aufstiegskurs. Und die „Alten Herren“? Gehören längst nicht zum „alten Eisen“. Sie haben das Kreispokal-Finale gegen den SC Kapellen an Ostern erreicht.
Das Thema Wertschätzung nimmt bei jeder Mitgliederversammlung des FC Straberg breiten Raum ein. Mit der goldenen Verdienstnadel für 50-jährige Mitgliedschaft wurde Heinz „Heintje“ Dederichs geehrt – unter anderem hatte der ehemalige Straberger Schützenkönig 20 Jahre lang ehrenamtlich mit einer Frau den Grill bei den Tagen des Fußballs bedient. „Heintje“ nannten sie ihn augenzwinkernd, weil er regelmäßig dank seiner Sangeskünste die Jugend-Weihnachtsfeiern bereicherte. Weitere Akte der Wertschätzung im Rahmen der Mitgliederversammlung im Stenogramm (dazu Bildergalerie): Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden etliche silberne Verdienstnadeln nebst Urkunden vergeben, zur goldenen Hochzeit erhielten die langjährigen Clubheim-Wirte Scheng und Dagmar einen großen Blumenstrauß. Die Fußballer dankten deren Tochter Heike ebenso mit Blumen für ihr Engagement wie Silvia Neuen als Dank für die Trikotpflege.
Die Mitgliederversammlung des „kleinen FC“ ist ein liebgewonnenes Event im Walddorf – längst gilt im positiven Sinne jeweils im Frühjahr: Same procedure as every year …







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Kontinuität zeichnet die Arbeit beim FC Straberg aus: Vorzeitig sind jetzt mit Blick auf die Fußball-Saison 2026/27 die Trainerverträge mit Wolfgang „Wolle“ Rieger als Chefcoach des A-Kreisligisten und Max Neuen als Trainer der „Zweiten“ verlängert worden.
„Wir wollen in Straberg eine Mannschaft aufbauen, die sich in der höchsten Kreisklasse stabil zwischen den Plätzen fünf und acht etabliert“, sagte Rieger nach der Vertragsunterzeichnung. Aktuell belegen die Kicker aus dem Dormagener Walddorf nach 18 Spielen mit 20 Punkten und neun Zählern Vorsprung auf die Abstiegsplätze den zehnten Rang in der Kreisliga A Grevenbroich/Neuss.
Wolfgang Rieger wird damit im Sommer seine dritte Saison als Straberger Trainer in Angriff nehmen. „Ich fühle mich beim ‚kleinen FC‘ ausgesprochen wohl“, sagt der 48-Jährige, der die intakte Teamchemie im Kader als großes Plus sieht. Zudem stimmt der Unterbau: Max Neuen, in der Saison 2023/24 noch Kapitän der Aufstiegself, hat die zweite Mannschaft als Trainer seit seiner Amtsübernahme zu Jahresbeginn 2025 binnen 15 Monaten zu einer Einheit geformt, die als derzeitiger Tabellenzweiter in der Kreisliga C munter im Aufstiegsrennen mitmischt.



